Unsere Schule – unsere Spurensuche nach den eigenen Stärken
Die ersten Spuren entdecken
Im 2. Stock der B2 haben drei Sekundar- und zwei Realschulklassen gemeinsam mit dem Berufsfindungsprozess begonnen. Da wir Klassenlehrpersonen die Jugendlichen in verschiedenen Fächern begleiten, können wir das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen und vielseitig bearbeiten.
Seit den Frühlingsferien setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit ihren eigenen Fähigkeiten, Interessen und Stärken auseinander. Mit Hilfe von Spielen, Theaterszenen, Fragebögen, Interessentests und Gesprächen entdecken sie, welche Tätigkeiten ihnen Freude bereiten und worin ihre persönlichen Stärken liegen.
Authentisch sein – aber wie?
Diese Phase ist ein wichtiger Bestandteil des Berufswahlprozesses. Denn nur wer die eigenen Interessen und Fähigkeiten kennt, kann diese später gezielt bei der Berufswahl und im Bewerbungsprozess einsetzen.
Auf Bewerbungsplattformen wie Yousty wird oft betont, wie wichtig Authentizität ist. Doch was bedeutet das eigentlich? Gerade Jugendliche befinden sich in einer Zeit grosser persönlicher Veränderungen – körperlich, emotional und sozial. Die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Werte bewusst wahrzunehmen und benennen zu können, ist deshalb nicht selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, dafür genügend Zeit und Raum zu schaffen. Die Schülerinnen und Schüler werden im nächsten Schuljahr im Bewerbungsprozess stark davon profitieren.
Lernen über Klassen und Stufen hinweg
Das Thema bietet zudem eine wertvolle Gelegenheit, klassenübergreifend zu arbeiten und die Gemeinschaft innerhalb der Sereal-Klassen zu stärken. Einige Aktivitäten – wie das «Fruchtsalat-Spiel» zu Interessen oder Theaterszenen zu persönlichen Stärken – fanden zunächst innerhalb der einzelnen Klassen statt. Viele Begriffe und Inhalte mussten zuerst gemeinsam erarbeitet und geklärt werden. Auch die Fragebögen und Interessentests wurden in den Klassen durchgeführt.
Nachdem sich die Jugendlichen ein erstes Repertoire an Begriffen rund um Interessen und Stärken angeeignet hatten, arbeiteten wir vermehrt in gemischten Gruppen. Dazu gehörten beispielsweise das Eigenschaftenspiel «2 richtig, 1 falsch» oder auch ein Interessen/Stärken-Bingo.
Die Ergebnisse unserer Spurensuche
Als Abschluss des Projekts erstellen die Schülerinnen und Schüler neben einem tabellarischen Lebenslauf auch ein kurzes Filmporträt über sich selbst. Die Präsentation der Ergebnisse soll ebenfalls klassenübergreifend stattfinden. Uns ist wichtig, dass die Jugendlichen erkennen: Alle befinden sich im selben Prozess, und gegenseitige Unterstützung kann dabei eine grosse Hilfe sein.
Das klassen- und stufenübergreifende Projekt zur Berufsorientierung ermöglichte den Jugendlichen, gemeinsam ihre Stärken zu entdecken, neue Erfahrungen zu sammeln und wichtige Schritte für ihre persönliche Entwicklung zu machen. Durch die Arbeit in gemischten Gruppen lernten sie nicht nur sich selbst besser kennen, sondern profitierten auch vom Austausch mit anderen Schülerinnen und Schülern, die sich im gleichen Berufswahlprozess befinden.
Beitrag aus dem Stockwerk 2/2