Die Klassen S1c und S1d durften dieses Jahr an zwei Tagen das Fantoche Festival in Baden besuchen – eines der bekanntesten Animationsfilmfestivals der Schweiz. Zwei abwechslungsreiche und inspirierende Tage gaben uns spannende Einblicke in Film, Animation und digitale Kunst.

Tag 1: Workshop und Kinobesuch

Am ersten Tag starteten wir mit einem ganz besonderen Schulworkshop: „Audiodeskription – Wie schaut man einen Film, ohne ihn zu sehen?“

Für Menschen mit Sehbehinderung ist die Audiodeskription der Schlüssel zum Kinoerlebnis – und genau darum ging es in diesem Workshop. Geleitet wurde er von zwei Personen, wobei eine davon blind war. Das machte den Vormittag besonders eindrücklich, denn wir erhielten einen authentischen Einblick in die Welt des Hörsehens.

Wir lernten spielerisch, Bilder hörbar zu machen, und erfuhren, worauf es bei einer guten Audiobeschreibung ankommt. Dabei schauten (und hörten) wir verschiedene Filmszenen – teils nur mit Ton, teils nur mit Bild – und merkten, wie stark sich die Wahrnehmung verändert, wenn ein Sinn fehlt. Es war spannend zu erleben, wie unterschiedlich man dieselbe Geschichte verstehen kann.

Am Nachmittag stand dann der Kinobesuch auf dem Programm. Gezeigt wurde das Programm EKA Focus mit Kurzfilmen der Estnischen Kunstakademie (EKA). Die Filme stammten von Studierenden des Masterstudiengangs Animation, deren Werke bereits mit über 140 Preisen an internationalen Festivals ausgezeichnet wurden.

Die Kurzfilme waren sehr unterschiedlich – mal humorvoll, mal nachdenklich, manchmal surreal – und beeindruckten durch ihre Kreativität und künstlerische Vielfalt.

Tag 2: Ausstellung REFRESH x FANTOCHE

Am nächsten Tag besuchten wir am Nachmittag die Ausstellung „7 to 5 – REFRESH x FANTOCHE“, eine Zusammenarbeit zwischen der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) und Fantoche.

Die Ausstellung thematisierte, wie Künstlerinnen und Designerinnen in einer zunehmend digitalisierten Welt arbeiten und welche Zukunftsvisionen sie entwickeln. Es gab spannende interaktive Installationen und Videospiele, die wir selbst ausprobieren konnten. Besonders faszinierend war, wie Kunst, Technologie und Design hier miteinander verschmelzen.

Fazit

Die zwei Tage am Fantoche waren für uns alle ein tolles Erlebnis. Wir haben nicht nur Filme geschaut, sondern auch gelernt, sie bewusster wahrzunehmen und die Bedeutung von Barrierefreiheit und Inklusion in der Filmwelt zu verstehen.

Der Workshop, die Kurzfilme und die Ausstellung haben uns gezeigt, dass Animation weit mehr ist als nur Unterhaltung – sie ist Kunst, Ausdruck und eine Möglichkeit, die Welt aus neuen Perspektiven zu sehen.

Danke, Fantoche, für zwei inspirierende Tage voller Kreativität, Austausch und neuer Blickwinkel!

Beitrag von Yasin Aybir, Klassenlehrperson BU2/4

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