Vor allem Jungen haben oft das Bedürfnis ihre Kräfte zu messen und suchen Körperkontakt. Oft wissen sie nicht wie sie ihren Körper ohne Gewalt und Grenzüberschreitungen einsetzen sollen.  

Daraufhin haben wir zu unseren ehemaligen Kollegen Kontakt aufgenommen, die im Bereich Kampfesspiele ausgebildet sind, um mit den interessierten Kindern zu arbeiten.  

An fünf Nachmittagen haben sie einen Workshop in der Turnhalle angeboten, zu dem sich die Kinder anmelden konnten. Das Angebot wurde rege genutzt und von vielen Kindern besucht.  

Mit einem abwechslungsreichen und ansprechenden Programm konnten die Kinder unter anderem ihren inneren Schiedsrichter kennen lernen und trainieren.  

Es wurde immer zwischen spielerischen Übungen zum Thema inneren Schiedsrichter, kurzen Reflexionen, Erläuterungen und Kampfesspielen abgewechselt. Dabei wurden die grossen Matten zusammen aufgebaut und die Kinder durften abwechselnd darauf unter Anleitung kämpfen, so wurde bewusster Körperkontakt wahrgenommen. 

Der Grundsatz wird gelebt: “Behandle andere wie du selber behandelt werden möchtest.”

Folgende Bereiche wurden gefördert: 

  • Innerer Schiedsrichter (ich merke selber, wenn ich eine Regel missachtet, oder eine Grenze überschritten habe) 
  • Selbst- und Gruppenwahrnehmung wird geschult 
  • Selbstregulation 
  • Sinnvolle Grenzen setzen 
  • Fairness und Wertschätzung als Basis 
  • Durch Selbstvertrauen entsteht Vertrauen und Respekt 
  • Entwicklungs- und Experimentierräume werden geöffnet 
  • Konstruktiver Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen in Konflikten 
  • Faires Kräftemessen 
  • Selbstsicherheit 
  • Empathie 
  • Selbstachtung 
  • Echte Stärke 

Quellennachweis: www.respect-selbstbehauptung.ch 

Ein Beitrag von Anja Tempel, Hortnerin Tagesschule Ländli

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