
Handybox-Pilot RIK-Bez Turgi: Wie verändert sich der Schulalltag?
„Sie, ich habe ein Reel gesehen, das das Schulleben einer Highschool aus dem Jahr 2003 zeigte. Niemand war am Handy, alle sassen draussen und spielten mit dem Ball oder quatschten miteinander. Das sah richtig cool aus.“
Dies ist das Zitat einer Schülerin aus der 3. Bez aus Turgi vom letzten Jahr. Ja, das war damals die Realität.
Die heutige Realität sieht so aus: Dienstagmorgen, 8:05 Uhr. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sind 10 min zu früh in der Schule und warten im Foyer auf den Unterrichtsbeginn. Trotzdem sprechen nur die wenigsten miteinander, denn die meisten schauen auf dem Handy Tiktoks oder gamen.
Dem versuchen wir nun mit einem Pilotprojekt entgegenzuwirken: Für jede Klasse wurde eine Handybox angeschafft, in welche die Jugendlichen in der ersten Lektion am Morgen und am Nachmittag das Handy einschliessen. Ausser eine Stunde über den Mittag muss das Handy auf dem ganzen Schulgelände nicht sichtbar verstaut und ausgeschaltet sein. Die Stimmung ist bereits in der ersten Woche eine andere: Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich morgens mehr aus, sind länger draussen an der frischen Luft oder nehmen sogar ein Buch mit, um die Zeit zu überbrücken. Aber wie nehmen das die Jugendlichen wahr?
„Die Handybox ist ein guter Pilotversuch und grundsätzlich eine gute Idee. So konzentrieren wir Schüler und Schülerinnen uns mehr auf den Unterricht, sind nicht am Handy und lassen uns nicht ablenken. Allerdings sind am Mittag alle immer am Handy, weswegen das Problem nicht wirklich gelöst ist. Trotzdem ist es ein Pilotversuch und man kann ihn bestimmt noch perfektionieren.“
Elin, Jonas, Zehra, Niklas, Malea, Diellza, Annie, TB 1a